Über uns

Izabella Gawin und Dieter Schulze

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Wer führt wen?

Izabella Gawin: Als Kind sah ich, wie meine Mutter aufblühte, wenn sie auf Reisen ging. Sie war voller Tatendrang, packte verrückte Klamotten ein, lachte ausgelassen… Für mich war rasch klar: „Reisen – das muss das andere, das wahre Leben sein!“ Später fragte ich mich: „Warum nicht den Ausnahmezustand zum Alltag machen?“ Unterwegs sein, frei sein… Also versuchte ich so viel wie möglich zu reisen. Ich schrieb meine Doktorarbeit über die Kanarischen Inseln und verbrachte viel Zeit in Polen, wo ich als Kind acht Jahre gelebt hatte. Dann kamen auch England, Slowenien und der Balkan auf meine jährliche „Tournee“.

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Dieter Schulze auf Gran Canaria

Dieter Schulze: Ich promovierte über modernes Theater und den Neomarxismus, doch ein Stubenhocker wollte ich nicht werden. „Er kommt im Herbst mit den Wandervögeln und reist mit ihnen im Frühling wieder davon…“ So spötteln meine Freunde auf den Kanaren, wo ich gern die Wintermonate verbringe. Im Sommer bin ich im Osten und Südosten Europas unterwegs, in Ländern, die sich in einem permanenten Umbruch befinden – es gibt hier immer Neues und Überraschendes! Und natürlich bin ich immer wieder mal in Oxford, mit dem ich seit meiner Studienzeit eng verbunden bin.

Über uns: Oft werden wir gefragt, wie wir zu unserem „exotischen“ Job gekommen sind.

Unsere Geschichte begann so: Am Ende meines (Izabellas) Studiums überredete mich Dieter, einen Winter auf den Kanaren zu verbringen. „Tolle Idee“, dachte ich, „aber wie soll ich’s anstellen?“ Dieter unterrichtete im Sommerhalbjahr in Oxford, im Winter genoss er sein Leben in vollen Zügen. „Wie nur konnte ich – Studentin der Kulturwissenschaften – mitkommen?“ Nach langer Überlegung hatten wir die Lösung: Ich würde meine Examensarbeit über die Kanaren schreiben, der Titel sollte lauten: „Illusion und Wirklichkeit – Eine Studie deutschsprachiger Reiseführer am Beispiel Gran Canaria“. Viele Reiseführer waren auf dem Markt, doch nur einer gefiel uns. Die Reisewelt erschien immer so sauber und schick, so schön bunt und schillernd. Kein Wort über die Monotonie der Bettenburgen, über drangvolle Enge an Pool und Strand. Kein Wort auch über Bau- und Spekulationsprojekte, denen immer größere Küstenstriche zum Opfer fielen. Und die Geschichte der Kanaren kam erstaunlich blass daher…

Die Analyse der Reiseführer ergab, dass Urlauber in ihren hart verdienten „schönsten Wochen des Jahres“ offenbar positiv aufs Reiseziel eingestimmt werden wollen. Und so scheinen jene Reiseführer besser verkäuflich, die den Reisenden ein Urlaubsidyll vorgaukeln. Schon damals war uns klar, dass mit dieser Einschätzung Leser maßlos unterschätzt wurden. Niemand will belogen werden, spätestens vor Ort folgt der Realitätscheck… Die Professorin, die die Arbeit las, meinte sarkastisch: “ Wenn Dir so Vieles nicht gefällt, dann schreib‘ doch selber einen Reiseführer! So kannst Du Deine Kritik umsetzen.“ Gesagt, getan! „Gran Canaria“ war unser erster…

Bilder von unterwegs…
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Ein Kommentar zu “Über uns

  1. Interessante Lebenswege habt Ihr – und seid also schon lange so ein schönes Paar ! Trip-to-go ist herrlich übersichtlich und klar gestaltet – nicht so überladen wie viele andere !

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