Camino Santiago Gran Canaria

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Ein Jakobsweg im Atlantik?

Ja, auch den gibt es! Auf dem Camino Santiago Gran Canaria queren wir die Insel von Süd nach Nord auf einer Länge von 64 km. Vom Meer führt er bis fast auf den knapp 2000 m hohen Schneegipfel und dann hinunter an die Küste. Viel Schweiß wird fließen – aber die Mühe lohnt!

Unterwegs passiert man eine Dünenwüste, Palmenhaine und Kiefernwälder, Almen, auf denen Schafe und Ziegen weiden. Auch das Klima ändert sich. Erst geht es durch sonnenverglühte Schluchten, dann über Hänge, wo sich Wolken geheimnisvoll in Bäumen verfangen… Auf zum Camino Santiago Gran Canaria!

Den Camino Santiago Gran Canaria findest Du hier (Ausgaben 2022). Für mehr Infos bitte aufs Cover klicken!

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Der Heilige, der auf die Insel kam
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Santiago besiegt die ‚Ungläubigen‘

Im Namen des Heiligen Jakob (Santiago) wurde jahrhundertelang die Reconquista geschlagen, die Zurückdrängung der arabischen Moslems von der Iberischen Halbinsel. Kaum war diese 1492 abgeschlossen, kamen neue Feinde ins Visier. Unter dem Banner des Heiligen unterwarfen die kastilischen Konquistadoren die kanarischen Ureinwohner. Ihre Inseln wurden erstes Puzzlestück eines Kolonialreichs, „in dem die Sonne nie unterging“.

Zwei Wallfahrtskirchen
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Unterwegs mit Jakobsmuschel

Auf Gran Canaria gibt es gleich zwei Wallfahrtskirchen im Zeichen Santiagos: eine in Tunte (San Bartolomé) im Süden, die andere in Gáldar im Norden. Im großen Jakobsjahr alle fünf Jahre (wegen Corona 2021/22, dann 2025) queren zahlreiche Pilger im Zeichen der Muschel die Insel auf dem Jakobsweg, spanisch: Camino de Santiago Gran Canaria (www.jacobeogaldar.es).

Vier Etappen

Da beträchtliche Strecken und Höhenunterschiede zu bewältigen sind, zerlegt man den Jakobsweg am besten in vier Etappen (Unterkunft am Ende des Beitrags). Oder man fährt zum Abschluss einer Tagestappe mit Bus 18 (www.guaguasglobal.com) in den Inselsüden zurück und startet am nächsten Tag dort, wo man zuvor aufgehört hat. Wer gleich mit der attraktivsten Strecke beginnen will, steigt bei Etappe 3 ein.

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Jakobsweg von Süd nach Nord – Camino Santiago Gran Canaria
Camino Santiago Gran Canaria
Etappe 1: Maspalomas – Arteara

  • Länge: 17 km
  • Dauer: 4.30 Std. Gehzeit
  • Anstieg: 570 Höhenmeter
  • Abstieg: 240 Höhenmeter
  • Schwierigkeitsgrad: Lang und anstrengend in der schattenlosen Schlucht.
  • Tipp: Früh starten, viel Wasser, Hut, Sonnenschutz und -brille mitnehmen!
Es geht los

Wir stehen am Leuchtturm Faro de Maspalomas. Schon morgens zeigt das Thermometer 20 Grad. Vor uns glitzert das Meer, in das eine Gruppe von Surfern steigt… Wir hätten Lust, es ihnen gleichzutun. Doch heute heißt es wandern, wir haben uns den Camino Santiago vorgenommen!

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Der Camino Santiago startet am Leuchtturm von Maspalomas im Süden

Wo Wandervögel rasten

Zunächst laufen wir ein Stück am Wasser entlang: Spiegelglatt liegt die Lagune La Charca vor den Dünen. Ein weißer Seidenreiher balanciert auf einem Bein, gleich wird er sich einen Fisch angeln… Im Hintergrund schimmern bereits die „Heiligen Berge“ – so lautet der Name des „Unesco-Weltkulturerbes Gran Canaria“. In jene Falten der Berge werden wir uns hineinschlängeln…

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Erst geht es am Lagunenufer entlang

Canal Grande

Wir steigen ins Bett des Canal Grande hinab. Mit seinem venezianischen Pendant hat er nichts gemein. Wasser? Fehlanzeige! Doch während wir im Kanal dahinwandern, erinnern wir uns daran, dass er sich vor ein paar Jahren nach starkem Regen in einen mächtigen Strom verwandelt hatte. Alles, selbst den Damm der Lagune riss er mit sich fort, so dass aus dem See plötzlich eine Meeresbucht wurde.

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Dann im Trockenbett des Canal Grande

Staub – nichts als Staub

Quads überholen uns und lassen eine Staubwolke zurück. Wir müssen uns ein Tuch vor Mund, Nase und Augen halten. Gerade als wir ein ausgebranntes Auto bewundern, kommt ein Lkw angerattert – und wieder halten wir uns das Tuch vors Gesicht. Bald checken wir, was es mit dem Lkw auf sich hat. Er fährt zum nahen Steinbruch, den wir glücklicherweise schnell hinter uns lassen.

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Wildwest-Feeling im Süden

Wilder Süden

Jetzt endlich wird der Barranco schön wild… Große Kaktussäulen, kanarische Wolfsmilchgewächse, säumen die Piste. Darüber türmen sich schroffe Felswände. In schwindelerregender Höhe verläuft ein Aquädukt – das Bravourstück namenloser Baumeister.

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Sonnenverglühte Schlucht

Mittlerweile haben wir unseren Trott gefunden. Doch die einsetzende Steigung bringt uns ins Schwitzen. In gefühlt 100 Kehren schraubt sich die Piste bergan. Kein Wunder, dass uns da ein paar Horrorgeschichten von Hitze- und Herzschlag einfallen. Wir prüfen unsere Wasservorräte – genug da, kein Grund zur Panik.

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Pflanzengerippe

Wo die Toten ruhen

Endlich mischt sich Grün in die Ocker-Braun-Palette. Wir folgen einem Weg durch ein rötliches Geröllfeld hinab. Hier haben einst die Ureinwohner ihre Toten bestattet. Sogar das Tumuli-Grab eines Königs wurde in der Nekropole Arteara entdeckt. Zur Frühlings- und Herbstgleiche, um den 20. März und 23. September, wenn Tag und Nacht gleich lang sind, klettert die Morgensonne derart über den Berg, dass das Königsgrab in magisches Licht getaucht ist.

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Palmenoase

Eine Piste nimmt uns auf und führt in einen Palmenhain. Zwischen Wedeln blitzen Granatäpfel hervor, Weidenrohr wiegt sich im Wind. Wie köstlich kann Schatten sein! Auf dem Boden liegen dunkle, blank polierte Datteln, die sich bei näherem Hinsehen als Ziegenköttel erweisen. Nach ein paar Minuten stehen wir auf der Plaza von Arteara, unserem ersten Etappenziel.

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Camino Santiago Gran Canaria
Etappe 2: Arteara – Tunte
  • Länge:  10.5 km
  • Dauer: 3.45 Std.
  • Anstieg: 750 Höhenmeter
  • Abstieg: 200 Höhenmeter
  • Schwierigkeitsgrad: Anstrengend aufgrund mehrerer Steilanstiege.
  • Tipp: Früh aufstehen, um nicht in der Mittagshitze laufen zu müssen!

Morgenfrische

Wir sind ganz früh auf den Beinen, um die Morgenfrische mitzunehmen. Und wir haben Glück: Tatsächlich wirft die Bergwand so viel Schatten, dass wir den ersten Steilaufstieg von Arteara in Richtung Fataga ohne viel Schwitzen und Stöhnen schaffen. Auf der Hochebene erwischt uns die Sonne dann doch. Aber da sind wir schon auf einer gemütlichen Piste, die sich durch die wüste Landschaft zieht.

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Frühmorgens liegt der Aufstieg im Schatten

Verwirrspiel

In der Ferne sehen wir eine von Olivenbäumen und Zypressen umgebene Finca. Auf einem Wegweiser steht „S-54 Tunte“, ein Name, der für Verwirrung sorgt. Denn „Tunte“ ist auf Gran Canaria kein Homosexueller, der auf Tussi-Frau macht, sondern es ist der altkanarische Name für den Ort San Bartolomé. Ob das die Touris wissen, die dorthin wollen? Von hier bis zum Etappenziel sind es schlappe sieben Kilometer…

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Fata Morgana Fataga

Doch vorher kommen wir nach Fataga. Von Felswänden eingerahmt, erhebt sich aus dem Grund der Schlucht eine Kuppe, auf der sich weiße Häuser drängen: ein schönes Dorf – ringsum Terrassenfelder, Palmen und blühende Gärten. Wir sitzen auf dem Kirchplatz im Schatten Indischer Lorbeerbäume, trinken frischen O-Saft und beißen in einen bocadillo mit saftiger Tortilla.

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Die letzten Palmen…

Sengende Sonne

Hinter einem Palmenwäldchen steigen wir über einen dürren Hang bergan, die Sonne brennt – kein Schatten weit und breit! Mittlerweile trage ich einen Turban, um mich zu schützen: über ein Buff-Tuch habe ich die Schirmmütze gezogen und darüber einen Pareo gewickelt. Hin und wieder kippen wir uns Trinkwasser in den Nacken…

Kiefernschatten!

Endlich flacht der Weg ab. Kiefern beleben mit ihrem frischen Grün, Harzduft dringt in die Nase… Und vor uns ein von Felszinnen eingerahmter Riesenkrater – die Caldera de Tirajana.

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Tunte alias San Bartolomé

Am Ziel betreten wir die Wallfahrtskirche durch die Puerta Santa, die Heilige Tür. Im rechten Seitenschiff reitet der Heilige Jakobus, dem der Camino Santiago de Gran Canaria seine Existenz verdankt. Kreuzschwingend führt er imaginäre Truppen ins Gefecht. Heutigen Wanderern erscheint Santiago weniger als fanatischer Missionar denn als fantastischer Yeti-Ritter…

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Spirituelle Erfahrung?

Auf dem Camino de Santiago, so heißt es, kann man sich in Langsamkeit üben. Der Wander-Rhythmus lüfte den Kopf und setze neue Energien frei. Aber wir sind heute viel zu erschöpft, um geistige Höhenflüge zu starten, möchten nur noch eine deftige Tapa, ein Glas Wein und ein kuscheliges Bett…

Camino Santiago Gran Canaria
Etappe 3: Tunte – Cruz de Tejeda
  • Länge: 15 km
  • Dauer: 7 Std.
  • Anstieg: 1115 Höhenmeter
  • Abstieg: 500 Höhenmeter
  • Schwierigkeitsgrad: Hart aufgrund der Höhenunterschiede!
  • Tipp: Früh starten, s.o.

Ouverture in adagio

Uns grüßt ein trompetenblasender Todesengel an der Friedhofsmauer von San Bartolomé – ein gutes Omen? Wir laufen an der Zufahrt zu einer Bodega vorbei, merken sie uns vor für einen zukünftigen Besuch. In der kommenden Stunde wandern wir durch lichten Kiefernwald, während unter uns das Halbrund der Caldera de Tirajana in der Sonne flimmert.

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Großes Kreuz

Wir erreichen den Pass Cruz Crande. Ein Stoßgebet am kreuzgespickten Altar – dann folgt die härteste Etappe. In kühn angelegten Kehren krallt sich der Weg in die Steilwand. Auch die Aussicht ist Extraklasse: tief unter uns ein Tal mit glitzerndem Stausee, dahinter leuchtend blau das Meer. Giganten gleich thronen Felsen über uns – starren auf ihr Steinreich mit dunklen Augen, Plattnase und verzerrtem Mund.

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Fenster zum Wolkenfels

Nach einer knappen Stunde ist das Schlimmste geschafft, durch Kiefernwald steigen wir gemächlich an. Ein Abstecher zum „Wolkenfelsfenster“ (Ventana del Nublo) muss sein – ein großartiges Framing für Gran Canarias Heilige Berge! Und als i-Tüpfelchen jenseits des Meeres Teneriffas Teide-Kegel! Ein Hund will an der tollen Aussicht teilhaben und umwedelt unsere Beine…

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Panorama-Parcours

Dann wieder Waldbaden zwischen Kiefern. Im Camp Llanos del Garañón könnten wir in Holzhütten übernachten…Doch wir sind in Schwung, laufen weiter und bewundern eine eigenartige Prozession: Roque Nublo, Rana und Fraile (Wolkenfels, Frosch und Mönch) schreiten dem Abgrund der Caldera de Tejeda entgegen. Der ellipsenförmige Einsturzkrater soll mit seinem 20 km breiten Durchmesser einer der größten der Welt sein. Viele Kilometer bleiben wir dicht an seiner Abbruchkante und können uns an der schroffen Welt nicht satt sehen …

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Strange end

Unser Etappenziel ist Cruz de Tejeda, ein Pass, der den Süden vom Norden trennt. Wir reiben uns die Augen: statt Weite und Einsamkeit viel Remmidemmi: In Buden werden kanarische Souvenirs made in China verkauft, ein alter Esel dient als Fotomodell, und am Wochenende speisen Lokale ganze Hundertschaften ab. Für uns ist Cruz de Tejeda trotzdem wichtig, denn es gibt zwei Unterkünfte…

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Archaisches Kreuz in Cruz de Tejeda
Camino Santiago Gran Canaria
Etappe 4: Cruz de Tejeda – Gáldar
  • Länge: 22 km
  • Dauer: 7 Std.
  • Anstieg: 430 Höhenmeter
  • Abstieg: 1820 Höhenmeter
  • Schwierigkeitsgrad: Auf einen kurz-knackigen Anstieg folgt ein langer Abstieg.
  • Tipp: Wir wandern über Almen, auf denen Schafe und Ziege weiden. Aus ihrer Milch wird hervorragender Käse gewonnen, den Du z.B. bei Señor Ceferino im Tante-Emma-Laden Lomo del Palo kaufen kannst.

Landschaft in Aufruhr

Meist wabern von Nordost Passatwolken heran und umhüllen den Pass Cruz de Tejeda. Doch heute glänzt alles in der Morgensonne, das Wolkenmeer liegt tief unter uns. Regen ist ausgeblieben, so dass sich die Berge in einer Farbskala von Ocker bis Braun zeigen. Bar jeder Vegetation wirken sie noch dramatischer: Felsspitzen, Riesenkeulen, verkeilte Wände…Die Degollada de las Palomas legt uns das gewaltige Oval des Tejeda-Kessels noch einmal zu Füßen…

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Schwarzer Berg

Die Vulkane lassen nicht lang auf sich warten. Rechts ragt der Montañón Negro, der Schwarze Berg auf, 3000 Jahre jung, geologisch gesehen ein Wimpernschlag. Wir queren seine Ascheebene und schauen vom Mirador Pinos de Gáldar über Krater auf den Inselnorden. Riesenkiefern mit versengtem Stamm und amputierten Ästen erzählen von Feuersbrünsten. Im Schatten der knorrigen Greise wedeln wir über Lavabröckchen hinab.

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Milchstraße

Und plötzlich öffnet sich die Landschaft – vor uns sanft geschwungene rostrote Kuppen. Kaum vorstellbar, dass sie im Winter saftiggrün sind. Es dauert nicht lang, da hören wir das Gebimmel von Schafen. Hirt Felipe grüßt, während seine Tiere die letzten Halme abgrasen. „Nach dem nächsten Regen haben sie mehr Futter,“ versichert er, „dann ist auch ihr Käse besser!“

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Letzte Schlucht

In Hoya de Pineda dringt aus der Bar Hoya del Guanche Stimmengewirr. Zur Stärkung kippen wir ein Gläschen und ernten Bewunderung für die von uns zurückgelegte Strecke. Wieder draußen, tröstet uns ein Pfosten mit seiner Präzision: Nur noch „Km 5,243“ bis zum Ziel. Leicht angeheitert laufen wir über einen Geröllweg am Fuß einer vor Wärme glühenden Felswand. Doch das Ziel naht: In der Ferne sehen wir Gáldars Kegel, die Silhouette der Wallfahrtskirche schält sich heraus.

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Salve Santiago

Die Flanierstraße von Gáldar ist mit Bronze-Muscheln gepflastert, die Plaza erscheint als Paradiesgarten. Gleich kommt er, der versprochene Ablass all unserer Sünden – nach dem Motto: Auf den Fleiß folgt der Preis! Durch die Puerta Santa treten wir ins Kircheninnere und steuern geradewegs Santiago an. Ohne uns eines Blickes zu würdigen, schwebt der Heilige über uns… Also raus auf die Plaza und rein in die Tapas-Bars! Und dann ab an die Küste, wo wir den Pilgerschweiß abwaschen und die wunden Füße kühlen können!

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Unterkunft on the road

Ende Etappe 1: Arteara

  • Bio-Finca Las Tenerías, Arteara, Tel. +34 628 177 348, https://bio-grancanaria.com
  • Finca Tomàs & Puri, GC-35 Km. 35, Tel. +34 928 798 681, finca.tomas.puri@hotmail.com, 2,6 km nördl. Arteara, an Bushaltestelle Linie 18)

Ende Etappe 2: San Bartolomé (Tunte)

Zwischen Etappe 2 und 3:

Am Ende der Etappe 3: Cruz de Tejeda

Weitere Unterkünfte bietet das mit Bus (Linie 18/305) erreichbare Tejeda.

Am Ende der Etappe 4: Gáldar

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Überall Dramatik

 

Noch mehr Wandern

Jedes Jahr im Oktober findet ein Wanderfestival statt: bestens organisiert, mit sympathischen deutsch- und englischsprachigen Guides. Inklusive Transport ab Süden bzw. Norden, Picknicks unterwegs und einer Fiesta am Ende der Wanderwoche – das alles zu einem günstigen Preis (www.grancanariawalkingfestival.com).

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Auf dem rechten Weg

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