Lanzarote

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Lanzarote – Natur und Kunst vereint: Großer Kontrast zwischen schwarzen Vulkanen und weißen Dörfern – eine asketische Szenerie, die entspannt. Dazu passt Lanzarotes Land Art: In Tausende kleine Lavatrichter haben Bauern Weinreben gepflanzt, eine Lagune mit schachbrettartigen Salzpfannen überzogen. Strände gibt es natürlich auch…

Feuerberge: Oft ist bei Lanzarote von »black magic« die Rede, von der »erstarrten Wut der Vulkane«, einem »Bühnenbild von apokalyptischer Schönheit«. Man muss nicht so dick auftragen, um die Schönheit der Feuerberge zu beschreiben: Die erst im 18. und 19. Jh. entstandene Landschaft besteht aus Kegeln und Kratern, aus Tälern voll Lapili-Steinchen und Aschewüsten – dies alles in einer Farbskala von Rostrot über Violett bis Pechschwarz. Versteinerte Lavaströme sind noch so intakt, dass man meint, die Bewegung zu spüren, mit der sie sich einst vorwärts wälzten, um mitten im Fluss zu erstarren.

„Lanzarote – ein Kamel, gestrandet im Atlantik.“

(Rafael Arozarena)

Das Meer: Im Westen wirft es sich mit brachialer Wucht gegen die Klippen und höhlt sie aus – übrig bleiben Felsbögen, durch die das Meer seine haushohen Fontänen presst. Im Osten dagegen, wo nicht zufällig alle Ferienzentren und die Hauptstadt Arrecife liegen, präsentiert sich der Atlantik sanft und »benutzerfreundlich«: Selbst bei Flut kann man hier fast jeden Tag ins Meer steigen und in aller Ruhe seine Schwimmrunden drehen. So in Costa Teguise, Puerto del Carmen, Puerto Calero und Playa Blanca…

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Playas de Papagayo – von Papageien keine Spur

Durchgestylt: Lanzarote hat eine eigenwillige Ästhetik. Viel verdankt sie dem Künstler César Manrique, der die traditionelle Landarchitektur mit Pop Art Elementen fusionierte. So fährt man durch weiße Dörfer, die aus der schwarzen Lava hervorleuchten. Die Häuser sind flach gebaut, um der Sonne wenig Angriffsfläche zu bieten, und gekalkt, auf dass ihre Strahlen reflektiert werden. Für eine Prise Exzentrik sorgen minarettartige Türmchen – sie erinnern daran, dass der afrikanische Kontinent nicht fern ist.

Architektur-Utopien: „Ein Paradies der Wenigen, die ein Auge für das Besonders haben“– so stellte sich César Manrique die Zukunft ‚seiner‘ Insel vor. Um diesen Traum zu erfüllen, entwarf er fantastische Landschaftskunstwerke : geheimnisvoll beleuchtete Lavalabyrinthe, meditative Kaktusgärten, in Felsklippen geschlagene Aussichtspunkte, Kastelle mit Panoramafenstern und an den Straßen skurrile Windspiele…

Ausgezeichnet: Zwischen dunklen Vulkankegeln liegen Aschetäler, in die Generationen von Bauern Zehntausende Mini-Trichter gegraben haben. In ihrem Grund pflanzten sie jeweils zwei Weinstöcke, an ihrem oberen Rund platzierten sie einen Halbmond aus Steinen – ein idealer Windschutz! En passent entstand ein riesiges geometrisches Muster – das New Yorker Metropolitan Museum of Modern Art kürte es 1964 zum größten Kunstwerk der Welt.

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